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TU Berlin

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Großbauten der 60er und 70er Jahre

Lupe

Zur Zukunft unserer architektonischen Vergangenheit

In den späten 60ern und vor allem den 70er Jahren entstanden deutschlandweit Großbauten mit vorwiegend öffentlicher Nutzung, darunter Kliniken, Universitäten, Rat-(Stadt-)häuser und Gerichte. Die Bauten sind in die Jahre gekommen, haben häufig Sanierungsbedarf und gelten vielen als veraltet mit Blick auf Raumformen, Baumaterialien, Beleuchtungskonzepte und ökologische Anforderungen. Sie werden nicht als historisch wertvolle Altbauten, sondern als hässliche Neubauten betrachtet. Doch die Beurteilung ästhetischer Formen bzw. des Schönen in Kunst und Architektur unterliegt einem steten Wandel. Urteile stehen – vor allem, wenn es sich um kulturelle Zeugnisse einer Epoche handelt, die man selbst miterlebt hat – in der Gefahr allzu großer Subjektivität.

Im Fokus dieser Tagung stehen jene Gebäude, die eine über das Übliche hinausgehende Verknüpfung mit Infrastrukturbauten aufweisen. Eines der markantesten Berliner Beispiele hierfür ist das Internationale Congress Centrum (ICC), das aufgrund der bereits seit Jahren geführten Debatte um Abriss, Umbau und Sanierung den Ausgangspunkt für diese Tagung bildet. Ästhetik, Funktion, Materialität, Konstruktion und der gesellschaftliche Kontext, der Großbauten wie jene der hier angesprochenen Dekaden ermöglichte, bilden zentrale Aspekte in einer Debatte, die auch die Frage nach dem identitätsstiftenden Potential dieser Bauwerke berücksichtigen muss. Angesprochen sind Bauten, die erst ‚historisch’ werden müssen bzw. heute noch nicht in ihrer historischen Dimension akzeptiert sind. Eine Zukunft für unsere Vergangenheit lautete 1975 die Formel des Europarates, die im Jahr 2012 auch die Zeugnisse der 60er und 70er Jahre miteinschließen muss.


Konzeption:
Kerstin Wittmann-Englert

Veranstalter:

Technische Universität Berlin
Fachgebiet Kunstgeschichte


Des Weiteren finden Sie hier einen Artikel zur Thematik und zur Tagung aus der TU intern vom 11. Mai 2012: www.tu-berlin.de

sowie hier eine Spezialausgabe der Baunetzwoche: www.baunetz.de

Ein aktuelles Interview des rbb mit Kerstin Wittmann-Englert, vom 9. März 2014, finden Sie hier.

Einen weiteren aktuellen Artikel zum ICC finden Sie hier (Abruf: 12.09.2014).

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Adresse

Technische Universität Berlin
Institut für Kunstwissenschaft
und Historische Urbanistik
Sekr. A 56
Fachgebiet Kunstgeschichte
Straße des 17.Juni 150/52
D-10623 Berlin