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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Dr. Carolin Bohlmann

Lupe

Restauratorin am Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart – Berlin

Lehrveranstaltung

SoSe 2018:

Restaurierung-Konservierung zeitgenössischer Kunst

Die Restaurierung und Erhaltung zeitgenössischer Kunst stellt Restauratoren immer wieder vor neue Herausforderungen und Fragestellungen, nicht nur weil die unterschiedlichsten Materialien wie Pappe, Glas, Holz, Kunststoff, Metall oder Schokolade verwendet wurden, sondern auch die Verarbeitung durch die Künstler nicht dem industriellen Standard entspricht.  Auf Grund dieser Materialvielfalt und ungewöhnlichen Verarbeitungsverfahren ist die Erfassung, Dokumentation, Sicherung und der langfristige Erhalt dieser Objekte nur durch eine umfassende Recherche gegeben, die sowohl die Künstlerintention als auch die Werkgenese und die Installationshistorie des Werkes berücksichtigen muss.Hierbei ist es von Bedeutung zu wissen, ob die Spuren der Alterung oder des Zerfalls des Materials vom Künstler intendiert sind, denn gerade die Materialien aus Lebensmitteln oder anderen ephemeren Stoffen zerfallen womöglich besonders schnell - oder ob dieser Verfall / Prozess vom Künstler beabsichtigt ist. In den meisten Fällen gibt es hierfür tradierte, überlieferte Annahmen.In der Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft ist die systematische, interdisziplinäre und konservatorische Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst ein sehr junges Gebiet.  An ausgewählten Restaurierungsprojekten zu Werken von Joseph Beuys, Dieter Roth, Richard Long und Urs Fischer soll der Rechercheprozess und die Entwicklung des Konservierungskonzeptes dargestellt und am Objekt vorgestellt werden.

weitere Informationen zum Seminar folgen im KVV.

Vita

Promotion an der TU Berlin mit einer Arbeit über Tintorettos Maltechnik. Seit 1997 vorwiegend im Bereich Restaurierung/Konservierung zeitgenössischer Kunst tätig. Anstellung am Kunstmuseum Wolfsburg, Restauratorin der documenta 10, seit 2000 Restauratorin am Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin.


2013 Restaurierung der Rauminstallation Richtkräfte für eine neue Gesellschaft, 1974 – 76, von Joseph Beuys. Neue Nationalgalerie Berlin. Eine öffentliche Restaurierung in den Ausstellungsräumen des Museums im Hamburger Bahnhof. Ausstellungsprojekte zur Konservierung zeitgenössischer Kunst, Sammlung Marzona A-Z, (2014 – 2016 ausgestellt im Hamburger Bahnhof), Konzeption und Organisation der Tagung Prozesskunst und das Museum, zusammen mit Angela Matyssek im Hamburger Bahnhof 2016.

Forschungsschwerpunkte

Restauriergeschichte, Kunsttechnologie und Materialtheorie

 

 

Publikationen (Auswahl)

  • „Vergänglichkeit für die Ewigkeit. Zur Konservierung moderner und zeitgenössischer Kunst“, in: Paragrana. Zeitschrift für Historische Anthropologie 2018
  • „From Action to Object. On the Preservation and Conservation of Performance Art Relics“, zusammen mit Ina Hausmann und Eva Riess, in: Journal of the Institute of Conservation, 2018
  • „E wie Erhalten – ein Blick hinter die Kulissen“, in: Marzona A-Z, Berlin 2017
  • „Punkt, Punkt, Komma, Strich – zu Dieter Roth“, zusammen mit Beate Söntgen, in: Satzzeichen, Hg. Helga Lutz, Berlin 2017, 347-356
  • „Notes on Materiality. Shrunk and shrivelled“, in: objectnotes.org, 2016
  • „Spuren sichern. Vom restauratorischen Umgang mit Werkspuren bei der Konservierung der 100 Bildtafeln aus der Installation Richtkräfte einer neuen Gesellschaft 1974-77 von Joseph Beuys“, zusammen mit Eva Riess, in: Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut des Verbandes der Restauratoren, Heft I, 2015, 17-28
  • „Restaurierung der Richtkräfte von Joseph Beuys“, in: Jahresbericht der Ernst von Siemens Kunststiftung 2012 -2013, München 2013, 80 - 84
  • „Maltechnische Aspekte der Lichtmalerei. Zur Materialität des Lichts“, in: Handbuch der Forschungsgruppe Lichtgefüge, Berlin 2011
  • „Von den befreundeten Farben. Zur Materialität des Lichts bei Rembrandt und Vermeer““, in: Lichtgefüge in Kunst und Naturphilosophie des 17. Jahrhunderts – Rembrandt und Vermeer, Hg. Carolin Bohlmann, Thomas Fink und Philipp Weiss, München 2008, 242-256
  • Lichtgefüge in Kunst und Naturphilosophie des 17. Jahrhunderts – Rembrandt und Vermeer, Hg.: Carolin Bohlmann, Thomas Fink und Philipp Weiss, München 2008
  • „Tintorettos Lichtgeister“, in: Der unbestechliche Blick. Festschrift zu Ehren von Wolfgang Wolters., Hg. von Martin Gaier, Bernd Nicolai und Tristan Weddigen, Trier 2005, 387–393.
  • „Das Unsichtbare sichtbar machen. Die Lichtgeister des Jacopo Tintoretto“. Fundiert. Das Wissenschaftsmagazin der Freien Universität Berlin 1/2003, 44-51
  • „Fragile Schichtungen. Überlegungen zu Eric Fischls Arbeiten auf Papier“, in: Eric Fischl,  Hg.  Annelie Lütgens, Ausstkat. Kunstmuseum Wolfsburg, 2003, 111-115.
  • Lichtgefüge des 17. Jahrhunderts, Kritische Berichte, Themenheft 4, 2002, Hg.: Carolin Bohlmann, Thomas Fink und Philipp Weiss
  • „Flügel des Verborgenen. Über den verlorenen Gebrauch des Paravents“, in: Garten des Lebens. Ein Wandschirm von Pierre Bonnard und seine Restauriergeschichte, Hg. Carolin Bohlmann und Katharina Henkel, Köln 2001, 52-66.
  • Ein Wandschirm von Pierre Bonnard und seine Restauriergeschichte, Hg. Carolin Bohlmann und Katharina Henkel, Köln 2001
  • Tintorettos Maltechnik. Zur Dialektik von Theorie und Praxis, München 1998
  • „Im Lichtschein des Raumes“, in: Innenleben. Die Kunst des Interieurs. Vermeer bis Kabakov. Hg. Sabine Schulze, Ausstkat. Städelsches Kunstinstitut Frankfurt/M. Frankfurt a.M., 1998, 260-311
  • „Zum Wandel in der Antikenergänzungspraxis im Rom des ausgehenden 18. Jahrhunderts“. Eröffnungsvortrag auf der Tagung des Arbeitskreises der Restauratoren, in: Arbeitsblätter für Restauratoren, 1996
  • „Über den Umgang mit Werken der Kunst“, in: Kongressakten des XXIXth International Congress for the History of Art (CIHA), Amsterdam 1996

Zusatzinformationen / Extras

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Technische Universität Berlin
Institut für Kunstwissenschaft
und Historische Urbanistik
Sekr. A 56
Fachgebiet Kunstgeschichte
Straße des 17.Juni 150/52
D-10623 Berlin