direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Dr. Petra Winter

Leiterin des Zentralarchivs, Staatliche Museen zu Berlin

Geschwister-Scholl-Str. 6
10117 Berlin 

Email:
Tel.: 030 / 266 42 5701
Fax: 030 / 266 42 5710

 

 

Lehrveranstaltung

SE 3132 L 547 – WiSe 2017/2018:
Die Besucher des Alten und Neuen Museums in Berlin 1830–1880

So gut die Konzeptions-, Bau- und Sammlungsgeschichte neben den Präsentationsweisen für die beiden ersten Berliner Museen, das Alte und das Neue Museum, mittlerweile erforscht sind, so wenig wissen wir bislang über deren damalige Besucher besonders in der Anfangsphase. Das Seminar konzentriert sich dabei auf die Periode zwischen der Eröffnung des Alten Museums 1830 und der Ausgliederung der kunstgewerblichen, prähistorischen und ethnografischen Sammlungen aus dem Neuen Museum (1880er Jahre). Die 2013 erschienene beeindruckende Anthologie Die Berliner Museumsinsel, Impressionen Internationaler Besucher (1830–1990), deren Fokus auf der gesamten Museumsinsel sowie hauptsächlich auf den Besuchern aus dem nichtdeutschsprachigen Raum lag, dient dazu als Einstieg und Ausgangspunkt.
Bereits vorliegende Studien machen deutlich, dass die Direktoren des Alten und des Neuen Museums von der ethisch erhebenden Funktion ihrer musealen Inszenierungen überzeugt waren. Im Rahmen des Seminars soll versucht werden, diesen hohen moralischen Anspruch mit Blick auf die Besucher zu hinterfragen: Wie kamen die Museumsinszenierungen des Alten und Neuen Museums an? Aus welchen sozialen Schichten kamen die Besucher? Wurden die Museen ihrem prinzipiell humanistischen Programm gerecht und in welcher Weise wandten sie sich an ihr Publikum? In entgegengesetzter Richtung soll den Wahrnehmungen der Besucher nachgespürt werden: Ließen sich die Besucher auf die eventuellen pädagogischen Bemühungen der Museen ein? Von welchen Exponaten fühlten sie sich besonders angezogen? Änderten sich diese Vorlieben im Laufe der Zeit und wodurch? So kann simultan eine umfassende Rezeptionsgeschichte der ursprünglichen Anordnung der beiden ersten Berliner Museen entstehen. Die Ergebnisse dieser Forschungen können aufschlussreiche Erkenntnisse für die internationale Museumsgeschichte liefern und die heutige Besucherforschung um eine historische Dimension bereichern. Im Rahmen des Seminars sollen die im Zentralarchiv der Staatlichen Museen verfügbaren Verwaltungsakten der Museen sowie weitere archivalische Quellen wie Nachlässe, Korrespondenzen, Jahresberichte, Bauakten auf ihren Quellenwert für das spezielle Thema der Besucherforschung befragt werden. Hinzugezogen werden auch Museumsführer und Kataloge aus der zugehörigen Bibliothek.
Das Seminar soll dabei intensiv die Methodik von Archivrecherchen und Quellenkritik vermitteln. Außerdem sollen solide Kenntnisse im Lesen von altdeutscher Schrift (sog. Sütterlin u.a.) erlernt werden. Von den Teilnehmern wird ein Interesse an der Arbeit mit historischen Dokumenten erwartet.

mit Dr. Elsa van Wezel

weitere Informationen im KVV

Vita

  • Studium der Geschichte, Polonistik und Archivwissenschaft, 2008 Promotion in Neuerer/Neuester Geschichte 2008;
  • 2000–2008 Archivarin im Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin;
  • 2008–2015 stellvertretende Leiterin des Zentralarchivs sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin für Provenienzforschung der Staatlichen Museen;
  • seit April 2015 Leiterin des Zentralarchivs sowie Leitung der Provenienzforschung der SMB

Forschungsschwerpunkte

Museumsgeschichte des 19./20. Jahrhunderts, Provenienzforschung

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Adresse

Technische Universität Berlin
Institut für Kunstwissenschaft
und Historische Urbanistik
Sekr. A 56
Fachgebiet Kunstgeschichte
Straße des 17.Juni 150/52
D-10623 Berlin