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TU Berlin

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Dr. Stephan Kemperdick

Lupe

Kustos für altniederländische und altdeutsche Malerei an der Gemäldegalerie Berlin, Staatliche Museen zu Berlin

Lehrveranstaltung

SoSe 2019:

Kennerschaft: eine Grundlage oder ein Problemfall der Kunstwissenschaft?

 

Unter Kennerschaft wird eine Fähigkeit verstanden, die es einem Individuum aufgrund umfangreicher visueller Erfahrung und hoher Unterscheidungsfähigkeit erlaubt, ein gegebenes Kunstwerk hinsichtlich von Entstehungszeit und -ort einzuordnen, den verantwortlichen Künstler zu identifizieren, festzustellen ob es sich um ein Original oder eine Kopie handelt und dergleichen mehr. Für die die Beschäftigung mit historischer Kunst ist dieser Zugang unerlässlich, und insbesondere wesentliche Teile der Kunstgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit beruhen auf einer kennerschaftlichen Beurteilung und Einordnung der überlieferten Artefakte. Dennoch – oder gerade deswegen – steht diese Annäherung an Kunst immer wieder in einer vor allem von akademischer Seite vorgebrachten Kritik, wird sie seit Aby Warburg oftmals als eine unwissenschaftliche, vielleicht sogar geschmäcklerische und letztlich aussagelose Angelegenheit betrachtet.

In dem Seminar sollen unterschiedliche Standpunkte bzw. Äußerungen zum Thema Kennerschaft beleuchtet werden. Vor allem aber sollen die praktische Anwendung der Kennerschaft erprobt, ihre Möglichkeiten und Beschränkungen im Lichte neuerer Diskussionen verdeutlicht werden. Die Veranstaltung wir daher überwiegend vor Originalen in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin stattfinden.

 

Vita

 

Stephan Kemperdick studierte 1983-87 Bildende Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf, ab 1987 Kunstgeschichte in Bochum und an der Freien Universität Berlin. Magister 1992; Promotion mit einer Arbeit über den Meister von Flémalle 1996. Arbeitete 1999-2002 am Städel Museum, Frankfurt, 2003-2004 an einem Katalog altdeutscher Malerei an der Gemäldegalerie Berlin. 2005-2007 Konservator Alte Meister am Kunstmuseum Basel, seit 2008 Kustos für altniederländische und altdeutsche Malerei an der Gemäldegalerie Berlin.

Kurator und Mitkurator verschiedener Ausstellungen, u. a.: Das frühe Porträt. Bildnisse aus den Sammlungen des Regierenden Fürsten von und zu Liechtenstein und dem Kunstmuseum Basel, Kunstmuseum Basel 2006; Hans Holbein d. J. Die Jahre in Basel, Kunstmuseum Basel 2006; Der Meister von Flémalle und Rogier van der Weyden, Städel Museum Frankfurt u. Gemäldegalerie Berlin 2008/09; De weg naar Van Eyck, Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam 2012/13, Der Genter Altar der Brüder van Eyck in Berlin. 1820-1920, Gemäldegalerie Berlin 2014/15; Holbein in Berlin, Bode-Museum Berlin 2016; Jean Fouquet. Das Diptychon von Melun, Gemäldegalerie Berlin 2017/18.

Publikationen (Auswahl): Der Meister von Flémalle. Die Werkstatt Robert Campins und Rogier van der Weyden, Turnhout 1997; Rogier van der Weyden, Köln 1999; Deutsche Gemälde im Städel, zus. mit Bodo Brinkmann, Bd. 1. 1300-1500, Mainz 2002; Bd. 2. 1500-1550, Mainz 2005; Martin Schongauer. Eine Monographie, Petersberg 2004; Deutsche und böhmische Gemälde 1230-1430, Gemäldegalerie Staatliche Museen Berlin, Petersberg 2010; Der Genter Altar der Brüder van Eyck. Geschichte und Würdigung, hrsg. mit Johannes Rößler, Petersberg 2014; Ein Kreuzigungstriptychon von Rogier van der Weyden (Monographien der Abegg-Stiftung, 20), Riggisberg 2014

 

 

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Technische Universität Berlin
Institut für Kunstwissenschaft
und Historische Urbanistik
Sekr. A 56
Fachgebiet Kunstgeschichte
Straße des 17.Juni 150/52
D-10623 Berlin